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The Linux Audio Proof Of Concept
wir zeigen, dass es geht....

Erste Aufnahmesession mit der Presonus Firebox

Bei den ersten Aufnahmesessions mit der Band Spareline habe ich durchgängig die Firebox und das MSI-Notbuch verwendet. Zunächst haben wir einen Piloten aufgenommen. D.i.: Die Band spielt live zusammen und die einzelnen Instrumente werden (so gut es geht), getrennt von einander auf einzelne Spuren aufgenommen. Da es bei diesem Arbeitsschritt nicht so sehr um HIFI geht, habe ich die Box dabei auf 44.1 KHz Samplerate eingestellt. Eine sehr gute Idee war das aber durchaus nicht. Da die eigentliche Produktion natürlich mit der bestmöglichen Qualität laufen soll, musste ich die 4 Spuren Pilot anschliessend von 44.1 KHz auf die Produktionsrate von 96KHz hochrechnen lassen. Dabei erlebte ich den ersten und einzigen Absturz des Freebob-Treibers an diesen zwei Aufnahmetagen. Das MSI war mit seinen nur 768 MB Arbeitsspeicher und seiner AMD Turion Recheneinheit offensichtlich überfordert. Als ich während des Imports bei voller Prozessorlast und mehr als gut gefülltem Arbeitspeicher auch noch einen Player starten wollte, stieg der Treiber aus. Allerdings ohne grosse Folgen: weder die importierten Dateien, noch die Ardour-Projektdatei nahmen irgendwelchen Schaden. Nachdem ich das Firewirekabel neu angeschlossen und den Treiber neu gestartet hatte, war alles wieder gut.
Natürlich habe ich bei laufender Aufnahme schön die Finger von der Maus gelassen. Die Finger muss man bei der Arbeit mit der Firebox auch vom Firewirekabel lassen. Presonus bewirbt die Box als das kleinste Gerät seiner Klasse. Damit die Box auch tatsächlich so winzig sein kann, wie sie ist, ragen die zwei Firewireanschlüsse aus dem Gehäuse heraus. Dazu sind sie aber mechanisch nicht ausgelegt, die Stecker wackeln bedrohlich, sobald man das Kabel auch nur minimal bewegt. Falls dabei der Kontakt auch nur für eine Millisekunde abbricht, verliert die Box sofort die Synchronisation. Eine eventuell laufende Aufnahme ist dann erst mal beendet und Jack und Freebob muss man neu starten.

Mit einiger Vorsicht bedient, bewährt sich die Box allerdings tadellos. Die Klangqualität ist hervorragend und hinter den zwei Neutrikanschlüssen an der Vorderseite arbeiten kräftige Mirofonvorverstärker ohne feststellbares Rauschen. Auch der eingebaute Kopfhörerverstärker liefert ein erstklassiges Signal und die Lautstärkeregler sind zwar winzig aber solide verarbeitet.

Die Firebox an der LAW1.0

Für die Sessions in den Bandproberäumen war die Firebox an das MSI Notebook angeschlossen — die zahlreichen Overdub-sessions finden auf der LAW1.0 in meinem kleinen Bürostudio statt. In der LAW ist eine MAudio Audiophile Soundkarte eingebaut, die sich auch hervorragend bewährt. Zwecks Erkenntnisgewinn habe ich trotzdem auch in diesen Rechner eine Firewirekarte eingebaut und die Firebox mit dem installierten 64Studio electric getestet. Das Resultat übertrifft kühnste Hoffnungen:

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